Erdbeeren

Erdbeeren haben es in sich

Jedes Jahr werden über 9 Milliarden Erdbeeren gegessen. Fast 50 Prozent des Angebotes kommt dabei aus heimischem Anbau. Erdbeeren sind hierzulande die beliebteste Beerensorte. Nicht ohne Grund, denn die roten Früchtchen schmecken nicht nur himmlisch, sie sind wahre Fittmacher.
Der Vitamin-C-Gehalt von reifen Erdbeeren ist sogar höher als der von Orangen und Zitronen. Etwa 150 g Erdbeeren liefern fast die
Menge Vitamin C, die laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung täglich aufgenommen werden sollte. Bedeutend ist auch der Gehalt an Folsäure und Eisen. Beide Nährstoffe sind unentbehrlich für die Blutbildung. Erdbeeren wirken durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen und Fruchtsäuren anregend auf die Verdauung, die Nierentätigkeit und den Stoffwechsel. Den bioaktiven, sekundären Pflanzenstoffen der Erdbeeren werden nach neuesten wissenschaftlichen Studien antibakterielle, entzündungshemmende, blutdrucksenkende und krebshemmende Wirkungen zugeschrieben.

Kleine Erdbeerhistorie
Bereits in der Antike priesen römische Dichter die Qualitäten der kleinen, sehr aromatischen Walderdbeeren. Die direkten Vorfahren unserer attraktiven großen Erdbeeren kommen jedoch aus Übersee. Französische Seefahrer brachten im Mittelalter Ableger verschiedener Erdbeerpflanzen von ihren Weltreisen mit. Am Hof König Ludwigs des XIV. in Versailles wurde Mitte des 18. Jahrhunderts die kleine amerikanische Scharlacherdbeere mit großfruchtigen Pflanzen aus Chile gekreuzt. Daraus entstanden im Laufe der Zeit die heute bekannten Erdbeersorten.
Auf Umwegen über Holland und England kamen die ersten Gartenerdbeeren 1751 in die Hofgärten König Georgs des II. von Hannover. Aber erst 1840 begann man in der Nähe von Baden-Baden mit dem erwerbsmäßigen Anbau. Die sonnigen Lagen und die trockenen, eher steinigen Böden haben Baden-Württemberg seitdem zum größten Erdbeer-Anbaugebiet in Deutschland gemacht. Aber auch in vielen anderen Regionen hierzulande werden die begehrten Früchtchen kultiviert. 


Züchten und genießen
Den Erfolgen unermüdlicher Züchter ist es zu verdanken, dass mittlerweile mehr als 1000 Erdbeersorten entstanden sind. Sie unterschieden sich in Form, Farbe, Größe und natürlich Geschmack. Aber auch Eigenschaften wie Lager- und Transportfähigkeit spielen eine wichtige Rolle. Dank erfolgreicher Sortenzüchtung und verbesserter Anbaumethoden können heutzutage von Mitte Mai bis in den Oktober hinein frische Erdbeeren aus dem Freiland  geerntet  werden. Im  Treibhaus beginnt die Erdbeersaison sogar schon im März/April. So bekommt der Erdbeerfreund zur rechten Zeit einen süßen Vorgeschmack auf den Sommer.

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Quelle: www.cma.de