Junge Veganer und Veganerinnen sind unzureichend ernährt 

 

 

Pflanzliche Nahrung genießt ein hohes Gesundheitsimage, während tierische Kost häufig als Gesundheitsrisiko assoziiert wird. Um den Ernährungsstatus von Jugendlichen zu eruieren, die sich ausschließlich von pflanzlicher Kost ernähren, wurden 15 Veganer und Veganerinnen im Alter von 16 bis 20 Jahren (mittleres Alter 17,5 Jahre) an der Universität von Umeå (Schweden) einer ausführlichen Ernährungsanamnese unterzogen. Ihre Daten wurden mit dem entsprechend erhobenen Ernährungsstatus von 30 in Alter, Geschlecht und Körpergröße vergleichbaren Gemischtköstler/innen verglichen.

Ergebnis

Die Veganer und Veganerinnen aßen im Durchschnitt weniger Kuchen, Gebäck und Süßwaren aber dafür mehr Gemüse und Hülsenfrüchte und Süßwaren - was gemeinhin als "gesund" gilt. Außerdem nahmen sie im Durchschnitt häufiger Nährstoffsupplemente ein.Hinsichtlich der Versorgung mit essenziellen Nährstoffen fand man zwischen den beiden Kostformen signifikante Unterschiede. Die Omnivoren erreichten im Mittel alle Zufuhrempfehlungen - außer für Selen. Bei den vegan lebenden Jugendlichen hingegen stellte man (unter Ausklammerung der Supplementeinnahme) eine mangelhafte Versorgung für Vitamin B2, B12, Vitamin D, Calcium und Selen fest. Selbst unter Einbeziehen der Supplemente konnte die pflanzliche Kost die empfohlene Zufuhr an Calcium und Selen nicht decken.

Kommentar

Diese Studie ist ein weiterer Hinweis dafür, dass eine gesunde Kost am ehesten über eine breit angelegte Mischung tierischer und pflanzlicher Lebensmittel zu erreichen ist.

Quelle: Larsson CL, Johansson GK. Dietary intake and nutritional status of young vegans and omnivores in Sweden. Am J Clin Nutr 2002;76:100-6. Veröffentlicht in: www.cma.de