Verringerung des Risikos von Lungenkrebs in Abhängigkeit vom Gemüseverzehr

 

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 340.000 Menschen an Krebs. 210.000 sterben an den Krankheitsfolgen. Damit steht Krebs heute an zweiter Stelle der Todesursachen. Die Statistik rechnet uns vor: 30 bis 40 % der Krebserkrankungen gehen auf das Konto falscher Ernährung.

Wir wissen, dass neben anderen Faktoren Inhaltsstoffe der Nahrung bei unterschiedlichen Schritten der Krebsentstehung eingreifen, sie fördern oder auch hemmen kann. Eines ist sicher, würden wir alle unsere Ernährung verbessern, ließen sich Krebserkrankungen reduzieren. Der größte Schutzeffekt wird erreicht mit mehr Obst und Gemüse.

Die Grafik zeigt: Die Verringerung des Risikos von Lungenkrebs in Abhängigkeit vom Gemüseverzehr. (Quelle: nach World Cancer Research Fund and American Institute for Cancer Research, 1997)

 

Vorzubeugen wäre vor allem auch Krebserkrankungen des Dickdarms, Brustkrebs und Lungenkrebs. Auch Prostata, Bauchspeicheldrüse, Mundhöhle, Rachen sowie Kehlkopf könnten durch geeignete Ernährung besser vor Krebs geschützt werden. Allein das Risiko für Magenkrebs kann sich um 60 % verringern, wenn der Gemüseverzehr von 100 g auf 350 g ansteigt. Vergleichbare Ergebnisse zeigt auch diese Grafik:

Hinter den Zahlen steckt also Hoffnung. Mit mehr Obst und Gemüse kann dem Krebs der Kampf angesagt werden.

Übrigens - Obst und Gemüse schützen nicht nur vor Krebs. Wer sich von reichlich Obst und Gemüse ernährt, nimmt weniger Fett, viele Ballaststoffe und mehr von den schützenden Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Das kann auch dem Herzinfarkt vorbeugen. Zudem wird auch das Risiko für andere Zivilisationskrankheiten (z. B. Fettsucht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Gicht, Rheuma etc.) gesenkt.

Abgesichert werden diese Thesen durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. Dabei galt ein besonderer Schwerpunkt dem Ernährungsverhalten der Südeuropäer. Diese essen nicht nur mehr Obst und Gemüse als wir, sie sind auch seltener von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Da muss es einen Zusammenhang geben! Wissenschaftler haben analysiert, ob sich Menschen mit Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen anders ernährt haben als vergleichbare Gesunde. Die Ergebnisse waren sensationell. Je mehr Obst und Gemüse gegessen wird, umso seltener sind Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Heute gibt es bereits 250 dieser epidemiologischen Studien, die den Zusammenhang zwischen Obst- und Gemüseverzehr und Krebsrisiko untersucht haben. Auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es Hinweise auf eine positive Wirkung. Und sie bestätigen, dass sich mit jeder weiteren Portion Obst und Gemüse das Krebsrisiko sowie das Risiko für Zivilisationskrankheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettsucht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Gicht, Rheuma etc.) senken lässt.

(Quelle: 5amTag, www.5amTag.de, 06.2001)

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