Gemüse ist mehr als ein Nahrungsmittel

Mehr Lycopin – weniger Herz-Kreislauferkrankungen

 

Die so genannte Women’s Health Studie ist eine groß angelegte Untersuchung unter anderem über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit bei Frauen, die von einer Reihe von medizinischen Instituten und Kliniken der USA durchgeführt wurde. In dieser prospektiven Studie wurden 39.876 Frauen, die zum Untersuchungsbeginn frei von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs waren, über 4,8 Jahre lang beobachtet. Innerhalb des Untersuchungszeitraums trat bei 483 Frauen eine Herz-Kreislauferkrankung auf. 
Die Forschergruppe um Howard D. Sesso, Abteilung für Präventive Medizin am Brigham and Women’s Hospital und der Harvard Medical School in Boston, stellte fest, dass der Lycopingehalt im Blutplasma einen deutlichen Zusammenhang mit dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen zeigt.
Das Erkrankungsrisiko ging mit steigendem Lycopingehalt um 38 bis 44% zurück gegenüber der Gruppe mit niedriger Konzentration. Bei der Risikoberechnung wurde der Einfluss der bekannten belastenden Faktoren wie Alter, Rauchen, Cholesteringehalt statistisch eliminiert. Der rote Farbstoff Lycopin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Gruppe der Carotinoide gehört. Lycopin kommt vorrangig in Tomaten und Tomatenprodukten vor. Auch Hagebutten enthalten Lycopin. In jüngster Zeit wird versucht, Möhren zu züchten, die ebenfalls Lycopin enthalten.
Die neuen Ergebnisse bestätigen frühere Studien, die gezeigt haben, dass Carotinoide und insbesondere das Lycopin vorbeugend gegen Herzinfarkt wirksam sein können.


(Quelle: Howard D. Sesso, Julie E. Buring, Edward P. Norkus and J. Michael Gaziano: „Plasma lycopene, other carotenoid, and retinol and the risk of cardiovascular disease in women.“ American Journal of Clinical Nutrition, Vol 79, No.1, 47-53, Januar 2004)

 

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