Regionaler Konsum schützt Umwelt

Durch den Konsum von Lebensmitteln aus der Region können die Verbraucher einen Beitrag zum Schutz der Umwelt liefern. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Im vergangenen Jahr seien allein 75 Mio. kg Frühkartoffeln aus Ägypten nach Deutschland importiert worden. Für die rund zehntägige Reise der Frühkartoffeln aus Ägypten mit dem Schiff nach Norddeutschland und Italien und dann per LKW zu den Verbrauchern in Deutschland seien 10 Mio. l Diesel vergeudet worden; dies entsprächen rund 130 ml Diesel je kg Kartoffeln. In diesen Wochen laufe der Frühkartoffelimport, zum Beispiel aus Ägypten, Zypern und Marokko, wieder an, obwohl die Konsumenten auf ausgereifte und geschmacklich bessere Kartoffeln zu deutlich geringeren Preisen von deutschen Äckern  zurückgreifen könnten. Durch den Kauf von Kartoffeln aus der Region könnten die Verbraucher unnötige Transporte über Tausende von Kilometern mit dem damit verbundenen Energieverbrauch vermeiden und das Klima schonen, betont der Verband. 

Der Frühkartoffelimport nach Deutschland bis Ende Juni entspricht - so der RLV weiter - rund siebeneinhalbtausend vollen LKW-Ladungen. Werde Gemüse mit dem Flugzeug importiert, dann sei die Umweltbilanz noch schlechter. So würden nach Berechnungen der Fachhochschule Osnabrück zum Transport von 1 kg Spargel per Flugzeug aus Südafrika 4,3 l Kerosin verbraucht. Für den gesamten Transport von Importgemüse nach Deutschland würde mehr als dreimal soviel Energie verbraucht als für die Produktion von Gemüse in Deutschland. 

 

   
Quelle:Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), (2002), http://www.rlv.de