Wurzelkönigin 2010

Gut geblufft hatte die Hofdame noch kurz vor Beginn des Wurzelballs: „Das war so ein schönes Jahr. Schade, dass es zu Ende ist", hatte Kathrin Burmester der Pressevertreterin verraten. Und auf die Frage, was sie ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg geben möchte, hatte die scheidende Wurzelkönigin Michaela Breide gemeint: „Einfach genießen!". Dafür haben die beiden jungen Bardowickerinnen jetzt ausgiebig Zeit. Das Königsduo verlängert seine Regentschaft nämlich um ein Jahr - allerdings mit vertauschten Rollen: Kathrin Burmester heißt die neue Bardowicker Wurzelkönigin, Michaela Breide steht ihr als Hofdame zur Seite.

Die   Überraschungskür   war der Auftakt für den Wurzelball, zu dem der Bardowicker 'Gemüsebauverein am Sonnabend in das Gasthaus „Zum Anker" geladen hatte. Dessen Vorsitzender Hermann Bardowicks machte keinen Hehl aus seiner Erleichterung darüber, dass die beiden 19-jährigen Schülerinnen erneut antreten: „Die Bewerbungen waren sehr schleppend", gestand er und fügte ein Lob an: „Die beiden haben das sehr gut gemacht. Dass sie nun weitermachen, zeigt doch, dass es ein schönes Amt ist." Das kann das Königsduo nur bestätigen. „Wir haben viel erlebt, sind in unsere Partnergemein­den nach Holland und Polen gefahren, haben sogar Ministerpräsident Christian Wulf getroffen",   schwärmt   Kathrin   und Michaela ergänzt: „Unseren Heimatort zu vertreten, ist eine schöne Aufgabe. Schließlich leben wir gerne in Bardowick."

Das sehen die örtlichen Politiker genauso. Für den Fleckenrat gratulierte Horst Bosch der neuen Wurzelkönigin und erinnerte daran, dass der Titel „einmalig in ganz Deutschland" sei. „Die Wurzelkönigin ist kein Mathegenie und hat nichts mit dem Zahnarzt zu tun, sie trägt das   Wissen   über Bardowick nach außen", sinnierte der stellvertretende Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Luhmann. Für Kathrin und Michaela steht zwar jetzt erst mal das Abitur an, doch spannend dürfte auch der Rest  des  Jahres  werden.

 

Fotos vom Wurzelball und der Krönung gibt es unter www.bardowick.com

Quelle: www.Bardowick.com, Lüneburger Landezeitung