Obst, Gemüse und Kartoffeln auf dem Grillrost

 

Bei den meisten Grillfans spielen Steak und Bratwurst noch immer die Hauptrolle auf dem Grill. Zusätzlich gewinnen aber die auch einst in den Nebenrollen agierenden Akteure aus Obst, Gemüse und Kartoffeln an Bedeutung auf dem Grillrost. Denn auch sie eignen sich hervorragend zum Grillen. Sie sind aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

 

Rund und gesund: die Grillkartoffel

Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Kartoffel bei vielen Grillfans. Und das nicht nur als Salat (65% bevorzugen laut Umfrage den Kartoffelsalat als Beilage), sondern auch als Grillkartoffel. Für Grillkartoffeln eignen sich vor allem festkochende Sorten (z.B. Cilena), denn mehligkochende Kartoffeln zerfallen schnell auf dem Grill. Werden die Kartoffeln vorher zehn Minuten gekocht, dann in Alufolie auf den Grill gelegt, sind sie nach einer Viertelstunde verzehrfertig.
Wie bei vielen Obst- und Gemüsearten finden sich auch bei der Kartoffel die meisten Nährstoffe direkt unter der Schale. Daher empfiehlt es sich, die Knolle vorher gut zu waschen und die Schale mit zu essen. Und so eine gegrillte Folienkartoffel ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Neben vielen Mineralstoffen und Vitaminen enthält sie leicht verdauliche Stärke und hochwertiges Eiweiß. 

 

Gar nicht spießig: marinierte Gemüsespieße
Überraschen Sie Ihre Gäste doch mal mit marinierten Gemüsespießen. Hierzu klein geschnittene Paprika, Champignons oder Zucchini in eine Marinade aus Kräutern, Wein und Öl einlegen und die Gemüsestücke abwechselnd auf Spieße stecken.
Zu beachten ist beim Grillen von Gemüsespießen, dass der Grill nicht zu heiß ist. Die Spieße vor allem bei Holzkohlegrills am besten an den Rand legen und die Holzstäbchen vor dem Grillen eine Stunde in Wasser einweichen – dann verkohlt auch nichts (alternativ: Aluschalen verwenden)! Ebenfalls eine leckere Variante: Zwischen die Gemüsestücke mariniertes Putenfleisch oder wahlweise Schweinefleisch aufspießen.

 

Gold wert: gegrillter Zuckermais
Ohne lange Vorbereitung, schnell gegrillt und sehr köstlich sind frische Maiskolben. Hierzu muss man den Zuckermais lediglich von seinen grünen Blättern befreien, den Maiskolben waschen und ihn dann in ca. 10 Minuten von allen Seiten angrillen. Nach dem Grillen bestreicht man die Körner mit Butter und würzt sie mit Salz.
Kleiner Tipp:

Zum Knabbern werden in den Kolben einfach von beiden Seiten Zahnstocher reingesteckt. So verbrennt man sich nicht die Finger! Ein leckerer Grillgenuss, der zudem noch sehr gesund und kalorienarm ist.

 

Überraschung garantiert: Bunte Gemüsepäckchen
Eine weitere Grillvariante aus verschiedenen Gemüsearten lässt sich sehr gut vorbereiten und wird Ihre Gäste bestimmt neugierig machen: kleine silberne Päckchen mit Überraschungsinhalt! Den Inhalt können Sie frei bestimmen und variieren.
Sehr gut eignen sich Zucchini und Champignons, die klein geschnitten, gewürzt und mit etwas Öl, in doppelt gelegte Alufolie gepackt werden. Die Folie wird oben verschlossen und die Päckchen auf den Grill gelegt. Nach circa 20 Minuten ist der Inhalt heiß und lecker und kann von Ihren Gästen ausgepackt werden. Als köstliche Ergänzung mundet auch Schafskäse oder Mozzarella in den Gemüsepäckchen. Ein wenig Pesto verfeinert den vegetarischen Leckerbissen darüber hinaus.

 

Raffiniert: Gefüllte Grillpaprika
Ebenfalls ein Gaumenschmaus sind gefüllte Grillpaprika. Die Vorbereitung ist etwas aufwendiger, doch dafür lohnt sich das Ergebnis: Von den Paprikaschoten einen kleinen Deckel abschneiden, Kerne entfernen und gut waschen. Gefüllt werden die Paprika mit Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt), der mit Zwiebeln und Knoblauch gedünstet wird und durch klein geriebenen Edelpilzkäse und einen Schuss Weizenbier seine besondere Note erhält. Den Mix in die Paprika füllen, die Deckel wieder aufsetzen und die Schoten von allen Seiten grillen.

 

 

Blatt für Blatt: Genuss satt mit frischen Salaten
Natürlich gehören zu einem gelungenen Grillabend auch Salate. Vor allem frische gemischte Salate aus beispielsweise Kopf- oder Eisbergsalat mit Radieschen, Möhren, Tomaten und Paprika harmonieren gut mit dem Gegrillten und spenden wertvolle Vitamine und Ballaststoffe. Für die Zubereitung dieser Blattsalate empfehlen sich aufgrund ihrer Zartheit vor allem Vinaigretten, die in Verbindung mit kalt gepressten Rapsölspezialitäten besonders lecker schmecken. Anmachen sollte man den Salat damit übrigens erst kurz vor dem Verzehr, damit er nicht aufweicht. Frisch gehackte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Basilikum oder Dill bereichern Salate um Geschmack und einen zusätzlichen Vitaminschub.

 

Zum Nachtisch: gegrilltes Obst
Bevor Sie den Grill nach all diesen Leckereien wieder ausmachen: den Nachtisch nicht vergessen! Denn auch Obst eignet sich hervorragend zum Grillen und rundet ein gelungenes Grillbeisammensein kulinarisch ab. Genau wie die Gemüsespieße kann man auch Äpfel und Birnen auf Holzstäbchen spießen. Die Fruchtstücke vorher zum Beispiel mit Weinbrand und Curry marinieren und nach dem Grillen mit etwas Honig bestreichen. Schmeckt besonders lecker zu Vanilleeis.

 

Chutneys, Relishes & Co.: Mehr Farbe und Geschmack beim Grillen
Chutneys und Relishes sind pikante, süß-säuerliche Soßen, die kalt verzehrt werden. Sie stammen ursprünglich aus Indien. Selbst hergestellt sind sie eine herrliche Beilage zu gegrilltem Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Gemüse. Die Grundlage für Chutneys und Relishes sind heimische Obst- und Gemüsearten der Saison: Rhabarber im Frühjahr, Beeren und Tomaten im Sommer, Pflaumen, Äpfel und Birnen, Wildfrüchte, Quitten und Kürbis im Spätsommer, Herbst und Winter. Sie werden mit Essig, Zucker und Gewürzen so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft und die Zutaten weich sind und zerfallen. Gewürzt werden Chutneys und Relishes neben Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer vor allem mit Ingwer, Nelken, Chili, Zimt, Honig oder Wein. Für ein Relish werden die Zutaten fein gehackt und nur kurz gekocht. Chutneys und Relishes sollen nach dem Abfüllen etwa vier bis sechs Wochen ruhen, damit sich ihr Geschmack und ihr Aroma voll entfalten können.

Quelle: www.cma.de