Frischhaltung und Lagerung von Obst und Gemüse

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Der physiologische Abbauprozess von Obst und Gemüse beginnt bereits bei der Ernte. Es können weder Nährstoffe noch Wasser aufgenommen werden. Die Atmung findet weiter statt, d.h. O2 wird aufgenommen, CO2 Wärme und Wasser werden abgegeben. Von der Temperatur wird die Atmung stark beeinflusst. Bei niedrigen Temperaturen ,d.h. 0 bis 1 Grad Celsius lassen sich die meisten Gemüsearten am Besten lagern. Die optimalen Lagerbedingungen und Temperaturen stehen in der Tabelle. Je höher die Luftfeuchte bei der Lagerung ist, um so weniger welkt das Gemüse. Der Vorgang der Alterung wird durch Äthylen beschleunigt. Andererseits wird z. Bsp. von reifen Früchten Äthylen abgegeben, das dann wiederum die Reife beschleunigt.
Äthylenproduktion von Gartenbauprodukten:

Sehr niedrig: Salat, Spinat, Erdbeeren, Kartoffeln, Blumen
niedrig: Gurken
hoch: Äpfel, Birnen, Bananen, Tomaten, Avocados
sehr hoch: Melonen
Besonders äthylenempfindliche Erzeugnisse:
Blumenkohl, Kopfkohl, Chinakohl, Rosenkohl, Brokkoli,
Kopfsalat, Eissalat, Spinat,Gurken, Einlegegurken, Zucchini, Auberginen, Lauch, Bohnen, Sellerie , Chicoree, Kartoffeln.

Die Einkaufs- und Eßgewohnheiten bestimmen den täglichen Bedarf. Die Bevorratungsmöglichkeiten sind dabei je nach Wohnverhältnissen und Haushaltsgröße sehr unterschiedlich.
Die gesunde Ernährung als Kompass für den täglichen Speisezettel erfordert unterschiedliche Einkaufsstrategien. Obst und Gemüse finden wir in unseren Gärten oder den Einkaufsstätten. Beide Produktgruppen sind wertvolle Lieferanten für zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.

Um die Frischhaltung von Obst und Gemüse zu garantieren, werden bei Bedarf
täglich Frischgemüse und Beerenobst
wöchentlich Steinobst
monatlich Halbkonserven
vierteljährlich Trockenvorräte, Vollkonserven
eingekauft.
Damit die eingekauften Obst- und Gemüsemengen den jeweiligen Bedarf entsprechen, werden sie folgendermaßen sortiert und behandelt: Blattgemüse und Salate werden zur Qualitätssicherung und Frischhaltung in ein feuchtes Tuch gewickelt; den angeschnittenen Kohl und die Rüben wickelt man in Folie und legen ihn in die Gemüseschale.
Im Kühlschrank kann Spinat 1 Tag in der Gemüseschale bei +30 bis +60 C und Kopfsalat, Bohne, Erbsen 2Tage; Wurzelgemüse 8 Tage gelagert werden. Beerenobst kann 2 Tage und Steinobst 3 Tage aufbewahrt werden.
Die Küchenkräuter halten sich am besten, wenn sie nach dem Waschen und Abtropfen in einem fest verschlossenen Kunststoffbeutel in den Kühlschrank kommen. Ein kühler Vorrats- oder Kellerraum (günstig: hohe Luftfeuchtigkeit) eignet sich ebenfalls zum kurzfristigen Aufbewahren von Salatgemüse. Kurzfristig lassen sich Wurzelgemüse auch im leicht feuchten Sand oder bewahrt sie - ins besondere Möhren- in einem gut verschlossenen Kunststoffbeutel auf.
Trockene, saubere Speisezwiebeln lagert man einschichtig in luftdurchlässigen Regalen oder flachen Holzkisten- oder bündelt man und hängt sie an einen nicht zu warmen, luftigen und trockenen Ort.


Quelle: www.CMA.de und www.gartenbauberatung-hessen.de