Lagerung der Ernte aus dem eigenen Garten

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Um die Erntefülle aus dem Hausgarten im Winter nutzen zu können ist es notwendig, einen geeigneten Raum bzw. Platz für die Lagerung zu finden. In den meist zentralgeheizten Häusern und Wohnungen können die Lagerbedingungen nicht erfüllt werden, deshalb sollte man die althergebrachten Lagermethoden wieder in Anspruch nehmen und dafür abgedeckte Frühbeete bzw. Mieten im Freien vorsehen.
Eine weitere Lagermöglichkeit sind ausgediente Waschtrommeln, die im Boden versenkt und mit Laub bzw. Stroh abgedeckt, dem Erntegut einen Schutz geben, sowohl gegen Frost, als auch gegen sonstige tierische Schädlinge. Wird Gemüse in einem Behälter und in Kübeln im Keller gelagert, sollte die Bodenabdeckung mit feuchtem Sand gefüllt sein, damit das Erntegut nicht austrocknet. Im Januar und Februar sollte die Feuchtigkeit überprüft und falls notwendig neu angefeuchtet werden.
Äpfel und Birnen lassen sich am Besten auf Horte ein- bis zweilagig überwintern, oder man benutzt Holzkisten, die so gestellt werden, daß Zwischenabstände Umluft durchlassen.
Beurteilung der Qualität bei der Einlagerung:
Nur gesundes, frisches, sauberes, frei von Schädlingen und Schaden behaftetes Obst und Gemüse einlagern. Länger ungünstig gelagertes Gemüse kann je nach Art binnen 24 Stunden z. Bsp. bis zu 50% seines Gehaltes an Vitamin C verlieren. Bei kühler Lagerung zwischen 0 und 40 Celsius tritt eine solche Wertminderung erst nach etwa 10 Tagen auf.

Je nach Lagerdauer haben wir es mit unterschiedlichen Lagersystemen zu tun.
1. Zur Qualitätssicherung und Frischhaltung von Gemüse erfolgt die Kurzzeitlagerung in der Gemüseschale im Kühlschrank.
2. Bestandslagerung: Das Wurzelgemüse (Möhren, Sellerie, Rote Bete etc.) bleibt in milden Gebieten auf dem Feld und wird nur mit Folie und Stroh abgedeckt und nach Bedarf bei Frostfreiheit geöffnet und nach der Entnahme wieder geschlossen.
3. Mieten und Einschlag: Mieten gehören zu den ältesten Lagerarten. Im Hausgarten kann man eine Miete bauen, indem man eine Grube 20 bis 25 cm tief aushebt, eine Folie oder ein engmaschiges Drahtgeflecht auf dem Boden ausbreitet und zum Beispiel Knollensellerie ohne Laub zylindrisch bis 100 cm aufschichtet, darüber eine Erddeckschicht von 10 bis 20 cm, darauf eine 30 cm dicke Strohisolierung und wiederum einen 15 cm starken äußeren Erdmantel aufträgt.
Wie oben bereits beschrieben, sollte keine Entnahme bei Frost durchgeführt werden.
Kohl läßt sich kopfüber in Pflugfurchen überwintern. Lauch kann man bei frostfreien Wetter einschlagen. Bis vor wenigen Jahren hat man Blumenkohl zur Überwinterung in Frühbeetkästen eingeschlagen und vermarktete ihn dann im zeitigen Frühjahr .
4.Frischluftlager: nächtliche Kaltluft wird durch Ventilatoren in ein isoliertes Gebäude geblasen; wobei eine elektronische Differenzthermostatsteuerung eine wertvolle Hilfe ist, da hierbei die Notwendigkeit der Kühlung besser genutzt wird.

 

Quelle: www.CMA.de und www.gartenbauberatung-hessen.de