Der Bardowicker Dom

Die beiden Türme des Doms überragen alle Gebäude in Bardowick. Die Fertigstellung des jetzigen gotischen Backsteindoms wird durch eine gefundene Abbildung von 1495, auf das 15. Jahrhundert datiert. Von den Vorgängerkirchen ist nicht viel bekannt. Angenommen wird eine erste Holzkirche im 8./9. Jahrhundert, an deren Stelle frühestens um 1000 ein massives Gebäude getreten ist. Nach der Zerstörung Bardowicks 1189 wurde die Kirche mehrfach restauriert. Die Bauvorbereitungen für den gotischen Dom begannen erst 1368. 1488 wurden die Türme mit Blei gedeckt. Seit diesem Jahr bietet der Dom seinen Berühmten Anblick.
Die Bezeichnung Dom suggeriert einen Bischhofssitz. Offensichtlich ist über die Errichtung eines Bistums Bardowick im 9./10. Jahrhundert auch nachgedacht worden. Letztlich kam es aber nie zur Gründung dieser Diözese. Allein der Name Dom legt noch heute noch von der einstigen Bedeutung Bardowicks als Handels- und Missionsplatz Zeugnis ab.  

Wer den heutigen Dom betritt, durchschreitet nach der Vorhalle ein romanisches Portal. Dahinter liegt das sogenannte "Paradies", das für Taufen vorgesehen war. Vom "Paradies hat man einen beeindruckenden Blick ins Langschiff und Chor des Doms. Besonders augenfällig ist die Lichtführung. Auf den Weg durch den Mittelgang zum Chorraum fällt der reiche  Messingkronleuchter von 1664 auf, der noch heute zur Beleuchtung genutzt wird. Im Chorraum befindet sich das Chorgestühl von 1486/1487. Die besonders beachtenswerten Wangenschnitzereien zeigen Propheten-, Apostel- und Heiligenbilder. Mittelpunkt des Chorraumes ist der Hochaltar, der um 1430 geschaffen wurde. Über den Hochaltar sind Wappenscheiben aus den Jahren 1673 und 1694 zu sehen. In Mitte prangt ein Glasfenster von 1852 mit den Namenspatronen des Doms Peter (Petrus) und Paul (Paulus).

Weitere Informationen, wie Öffnungszeiten erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.evlka.de/extern/kdfet-heide/kirchen/nordheide/html/03_bardowick.html

 

 

Quelle: Flecken Bardowick (1995): Festschrift zum 1200- jährigen Jubiläum